Chaos Total

Best view: 1024x768

Kapitel 40
Drum prüfe, wer sich jemals bindet


* Lea *

„Lea? Leeeaaaaa!!!!“ genervt verdrehte ich die Augen und folgte dem Ruf.
„Hmm?“
„Weißt du wo meine Handschuhe sind? Ich find sie einfach nicht.“ Vellu wollte gerade sein Bett verrücken, als ich auf seinen Schrank deutete.
„Nein da sind sie nicht drin.“
„Ich weiß...aber oben drauf sind sie.“ Vellu schaute mich an wie ein Schaf.
„Du hast sie vor 2 Tagen nach dem Training darauf gepfeffert....weil es nicht so gut lief.“
Er schnappte sich seinen Schreibtischstuhl und kletterte hoch, um auf den Schrank schauen zu können. „Hey...da sind sie ja.“ Glücklich kam er mit seinen Handschuhen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
„Du bist ein Schatz.“ Vellu umarmte mich so stürmisch, dass ich rückwärts auf sein Bett fiel und er auf mir landete. „Also...wenn wir schon mal so günstig liegen...“ grinste Veli und küsste mich.
„Hola...also wir wollen euch nur ungern stören...aber Tommi springt da unten schon im Dreieck.“ Vellu rollte sich von mir runter und ich hatte freien Blick auf die offene Zimmertür...Matti und Ville standen grinsend im Türrahmen.
„Wie zur Hölle kommt ihr hier rein?“ Veli klang sehr gereizt.
„Die Tür war offen....ihr solltet demnächst besser aufpassen.“ Ville grinste wie ein Honigkuchenpferd und kassierte direkt einen Rempler von Vellu, der seine Handschuhe im Koffer verstaute. Zusammen gingen wir runter zu den Teambus, wo bereits Tommi mit dem Rest des der Truppe wartete.
„Na endlich. Wir kommen noch zu spät.“ meckerte Tommi und verschwand auf den Fahrersitz.
„Hehe...ich glaub eher wir sind zu früh gekommen..“ stichelte Ville wieder und bekam direkt die passende Antwort, indem ich ihm meinen Koffer in die Hand drückte. Offensichtlich hatte er nicht mit so einem schweren Teil gerechnet, so dass er direkt unter dem Gewicht zusammenbrach. Der kann aber auch gar nichts ab.
Fünf Minuten später fuhren wir dann aus Kuopio raus Richtung Kuusamo.
„Jetzt erzähl doch mal...läuft da was zwischen euch?“ Ich saß ganz hinten zwischen Ville und Vellu.
„Halt die Klappe.“ zischte ich leise während sich 4 Augenpaare zu uns umdrehten und kurz darauf wieder zurück.
„Aber Vellu liegt doch nicht aus Langeweile auf dir drauf.“ nervte Ville weiter. Die vier Augenpaare drehten sich wieder zu uns um, begleitet von offen stehenden Mündern und Entsetzen. Vellu schaute demonstrativ aus dem Fenster, während ich Ville eine Kopfnuss verpasste. „Es geht dich nix an wer auf mir liegt Kantee.“ Offensichtlich war ich zu laut, denn als ich mich wieder von Ville abwand, schauten mich 4 entsetzte Finnen an. Nur Tommi war in seine Flüche über das finnische Straßennetz vertieft.

Endlich standen wir vor dem Hotel. Ich schnappte mir meine Sachen und verschwand auf mein Zimmer. Vellu und die anderen wurden sofort zum Training verdonnert. Erschöpft ließ ich mich aufs Bett fallen und schlief ein.
„Hey Lea....Leaa..“ irgendjemand zuppelte an meinem Pullover.
„Hää?“ Ich richtete mich auf und schaute in Villes grinsendes Gesicht. „Och nöö...“ genervt ließ ich mich wieder fallen.
„Willst du heut nicht zur Glühweinparty?“ fragte eine Stimme aus dem Badezimmer. „Glühwein? Gebt mir fünf Minuten..“ Prompt stand ich auf und und kramte in meinem Koffer nach was schickem zum Anziehen. Fündig geworden schob ich einen mosernden Ville aus dem Zimmer und zog mich um.

„Kippi!!!!“ Wir saßen alle zusammen im Bierzelt und stießen mit unserem Glühwein an. Hoffentlich taucht Tommi hier nicht auf....
Ich glaub der Glühwein setzte sich langsam durch...jedenfalls verspürte ich das dringende Bedürfnis die Dixi-Klos auf zu suchen.
„Hei....wie geht’s dir?“ Höö? Wo kam denn diese Stimme her? Ich drehte mich um, sah nach oben und schaute einem äußerst niedlichen blonden Kerl ins Gesicht.
„Moi!“ grinste ich ihn an. Verdammt noch mal wer war das? Irgendwo hab ich ihn schon mal gesehen....
„Erinnerst du dich an mich? Ihr habt im Sommer eine Hütte bei uns in Lappland gemietet.“ Ahh...jetzt ging mir ein Lichtlein auf. Wie hieß er gleich...Samu? Nein...Sami! Ja genau jetzt erinnerte ich mich wieder.
„Ja na klar erinnere ich mich. Was machst du denn hier?“ grinste ich Sami an.
„Ich bin mit ein paar Freunden hier.“ Er deutete auf eine Gruppe 20 – 25 jähriger Mädels und Jungs. Einige von ihnen hatten das typische Samenoutfit an, aber wohl eher aus Spass als aus Tradition. „Hast du Lust auf einen Glühwein?“ fragte Sami.
„Ja eigentlich schon. Können wir vorher noch zum Dixi-Klo? Ehm...ich mein...also.... ich muss da vorher noch hin.“ Oh man.....der Alkohol im Blut ließ mich wirres Zeug reden. Wahrscheinlich lief ich grad genauso rot an wie der Glühwein. Ich muss hier unbedingt raus...
„Ok....ich warte dann hier.“ grinste Sami und vereinnahmte einen freien Stehtisch. Ich verflüchtigte mich Richtung Toiletten.
Als ich das Bierzelt wieder betrat, standen bereits Samis Freunde um ihn herum. Oh man...das kann ja was werden.
„Hey da bin ich wieder.“ ich stellte mich zwischen Sami und einem anderen Kerl....mein Gott die sind ja hier alle Strohblond! Ich muss im Himmel sein....vielleicht sollte ich ernsthaft mal über einen Umzug in den hohen Norden nachdenken.
„Hey...ich hab dir schon mal was zu trinken besorgt.“ Ich nahm das Glas Glühwein entgegen und stieß mit den anderen an. Dann stellte Sami mir seine Freunde vor.
Nach diversen Gläsern Glühwein und samischen Tänzen die mir beigebracht worden, hielt ich es für ratsam wieder zu den anderen zurück zu gehen...zumal ich mich auch kaum noch vernünftig auf den Beinen halten konnte. Wahrscheinlich lag ich nur dank Samis Unterstützung noch nicht unter dem Tisch.
„Ich glaub ich geh mal besser zu meinen Freunden zurück.“ erklärte ich Sami.
„Schade. Wir sehen uns doch bestimmt morgen bei dem Wettkampf oder?“
„Ganz bestimmt.“ Ich umarmte Sami zum Abschied und kehrte dann zurück zu unserem Tisch. Es war gar nicht so einfach Unfallfrei dort an zu kommen, aber Gott sei Dank habe ich es geschafft.
„Huiii...wo wars du den so ang?“ Ville kreiste einmal um mich herum und stützte sich dann auf meinen Schultern ab. Oh man...war der besoffen...ich löste mich von ihm und setzte mich neben Vellu.
„Kannst du mir mal verraten was du bei diesen Lappen da gemacht hast?“ blöckte Vellu mich voll. Was hat der denn für ein Problem?
„Mit ihnen getrunken? Sami ist ein Bekannter...“ erklärte ich sichtlich verwirrt über diese Reaktion.
„Bekannter? Aha....“
Ich umarmte Vellu „Veli Matti Lindström....man könnte meinen du bist eifersüchtig.“ grinste ich. Allerdings schien er das nicht sehr lustig zu finden. Vellu trank sein Bier aus, löste sich aus meiner Umarmung und verschwand ohne ein Wort zu sagen aus dem Bierzelt...
Na ganz toll. Lässt der mich hier einfach sitzen. Jussi, der die ganze Szene beobachtet hat, zuckte nur mit den Schultern und schob mir sein Bier zu, dass ich auf ex austrank. Sollte Vellu doch bockig sein. Grund dazu hatte er jedenfalls nicht...wir waren ja nicht mal richtig zusammen.

* Sara *
Geschafft ließ ich mich auf das Bett fallen. Den Trip hier hoch hätten wir uns wirklich schenken können. Das Wetter war mies, morgen würde aller wahrscheinlichkeit keine Besserung eintreten und alle bis auf Anders hatte schlechte Laune. Allen voran Björn.
Ich kuschelte mich an Morten, der sich neben mich gelegt hatte.
Nach ein paar Minuten wurde sein gleichmäßiger Atem zu einem leisen Schnarchen. Grinsend stand ich auf und machte mich auf den Weg nach unten. Soll Morten ruhig schlafen, ich hatte nach all der Warterei und dem fast erlittenen Erfrierungstod jetzt verdammt Hunger.
Im Fahrstuhl traf ich auf Björn, der sogar hier drinnen noch seine Sonnebrille trug. Wahrscheinlich hätte er mich sonst eh nur angesäuert angeschaut.
„Hey Björn!“ Ich drückte ihn kurz und sah ihn dann abwartend an. Irgendwann nahm Björn seufzend seine Sonnenbrille ab. „Ich weiß auch nicht, was los ist.“
„Ach was solls, irgendwann wird es schon besser.“ Ich hakte mich bei ihm unter und zusammen gingen wir zur Bar. „Ich kann mir gar nicht erklären was ich falsch mache. Momentan läuft einfach alles schief.“ Lustlos ließ er sich auf einen Barhocker fallen und sah mich frustriert an.
„Hey, wo bleibt dein Optimismus?“ Ich streichelte ihm über den Handrücken und sah ihn aufmunternd an. Björn seufzte nochmal tief und richtete sich dann auf. „Eigentlich hast du Recht. Schlimmer kann es eh nicht mehr werden... außer Mika steckt mich zum Conti Cup, aber das würde er nicht tun... hoffentlich.“ Lachend schob ich ihm ein Bier herüber und stieß mit ihm an.
„Sag mal, wohnt Morten bei dir?“ Björns Worte rissen mich vollkommen aus den Gedanken. Überrascht sah ich ihn an.
„Äh.. nein? Wie kommst du darauf?“
„Och, irgendjemand hat erzählt, dass ihr ne ziemlich enge Beziehung habt.“ er spielte gelangweilt mit seinem Bierdeckel und sah mich nicht an.
„Wir verstehen uns halt gut.“ verteidigte ich meine Beziehung mit Morten. Was geht ihn das übehaupt an? Rechtfertigen muss ich mich bei ihm doch nun wirklich nicht.
„Naja, er hat ja auch ne Freundin. Schon komisch was ständig für Gerüchte aufkommen.“
„Ich wusste ja schon immer, dass ihr Norweger Waschweiber seid.“ stichelte ich und wechselte gekonnt das Thema. Allerdings schien Björn irgendwie abgelenkt zu sein, denn teilweise konnte ich in seinem Gesicht förmlich lesen, dass seine Gedanken ganz weit weg waren.
Immer wieder hielt ich während unseres Gesprächs einfach inne und sah ihm zu, wie er gedankenverloren in sein Glas schaute. Wir hatten lange nichts mehr allein unternommen. Das letzte mal war damals in Kuopio. Kaum zu glauben, dass dieser Abend mittlerweile auch schon 5 Monate her war. Damals hatte er gesagt, dass er gern mit mir zusammen gewesen wäre. Aber immer wieder kam etwas dazwischen, erst Matti, dann Malin und schließlich war ich mit Ville zusammen. Es sollte einfach nicht sein.
Ich frage mich, wie es mit ihm und Malin läuft. Er spricht gar nicht von ihr. Der Gedanke daran, dass er mit ihr glücklich war, versetzte mir einen kleinen Stich, deshalb schüttelte ich ihn schnell wieder ab.
„Du, ich sollte schlafen gehen. Wir sehen uns ja morgen.“ Björn stand auf und umarmte mich.
„Ja, schlaf gut.“ lächelte ich und drückte ihn nochmal.
„War schön mal wieder zu reden.“ Er küsste mich auf die Wange und schlenderte dann zur Tür.
Nachdem ich mir ein Käsesandwich organisiert hatte, saß ich noch eine Weile an der Bar, doch irgendwann begann selbst ich mich zu langweilen. Müde schlürfte ich zum Fahrstuhl und fuhr nach oben. Als sich die Tür in meiner Etage wieder öffnete stolperte ich über Vellu. Seit der Sache zwischen Daniel und Lea waren sowohl sie als auch Veli zunächst Luft für mich. Dennoch war Lea meine beste Freundin und es war nahezu unmöglich, sie länger zu ignorieren.
Für Vellu galt das allerdings nicht.
Eigentlich wollte ich ihn ignorieren, soll er doch auf dem Boden liegen und weiter Vodka verschütten. Denn das tat er grade. Mich geht das nichts an und es interessiert mich auch nicht. Aber Vellu machte einen so mitleidserweckenden Eindruck dass ich mich neben ihn auf den Boden fallen ließ und wartete.
„Was wischt du?“ Er sah mich aus glasigen Augen an.
„Nichts, ich seh dir nur gern beim Leiden zu.“ entgegnete ich scharf und bereute es gleichzeitig wieder.
„Prost!“ Er setzte die Flasche wieder an und trank. Der Vodka rann ihm übers Kinn und plötzlich fiel ihm die Flasche aus der Hand und der Schnaps ergoss sich in einer kleinen Pfütze auf den graublauen Teppichboden. Viel war eh nicht mehr in der Flasche drin.
„Wo ist Lea?“ Vielleicht was es dumm anzunehmen, dass sie die Ursache für dieses nächtliche Besäufnis sein könnte. Aber ein besserer Grund als Liebeskummer fiel mir nicht ein. Leistungstechnisch kann er sich ja mit seinem 4. Platz nicht beschweren.
„Bei diesem Lappen.“ Hm, so sehr kann der Alkohol seine Zunge doch noch nicht verknotet haben. Ich jedenfalls verstand nur Bahnhof.
„Bei wem?“
„Na bei eurem.. Sa... Sa...Sami.“ stieß er schließlich hervor. Eurem? Ich kenn gar keinen... moment... da war doch was. Kemijärvi. Der is auch hier? Und Lea ist bei ihm? Na jetzt wird mir ja einiges klar. Kein Wunder, dass Vellu sich hier besäuft. Ich stand auf und stellte mich vor ihn. „Los steh auf, dass hier hilft dir auch nicht weiter.“ ich zog ihn hoch und manövrierte Vellu irgendwie zu seinem und Leas Zimmer. Mühsam schleppte ich ihn zu seinem Bett und lud ihn darauf ab.
„Mir is schlecht...“ jammerte Veli und hielt mich am Ärmel fest, als ich gehen wollte. Okay, dann musst du da jetzt durch. Ich zog ihn wieder hoch und zerrte ihn ins Bad.
„Weißt du, das mit Sami war bestimmt kein Grund sich heute so die Lichter auszuschießen.“ seufzte ich, als ich ihn auf den Badewannenrand setzte. „Die beiden sind ja noch nicht mal befreundet. Also mach dir keine Sorgen.“ redete ich weiter auf ihn ein, während ich ihm sein Shirt auszog.
„Meinscht duuu?“ Veli sah mich aus großen Augen an und wirkte auf einmal überhaupt nicht mehr so erwachsen. Eher wie ein zu groß geratener Schuljunge.
„Ja, mein ich.“ Ohne Vorwarnung fiel Vellu nach vorne und hielt sich an meiner Hüfte fest, ich taumelte kurz und stützte mich an der Wand hinter mir ab.
„Wr redn viel zu se..see..selten“ nuschelte Veli vor sich hin und sah mich wieder mit diesem glasigen Blick an. Meint er jetzt mich oder Lea damit? Ich sah zu ihm herab, wie er an meiner Jeans klammerte und mich anschaute, als würde er jeden Moment in Tränen ausbrechen. Ich kann mich beim besten Willen nicht entsinnen, ihn jemals so gesehen zu haben.
Kopfschüttelnd zog ich ihn wieder hoch und steckte ihn mit dem Oberkörper in die Dusche. Danach drehte ich das kalte Wasser auf und hielt die Brause über seinen Kopf. Vellu machte einen furchtbaren Aufstand und wehrte sich tatkräftig, aber letztenendes gab er auf und stand nur noch kraftlos da. Ich wickelte ihn in ein Handtuch und strubelte ihm durch die Haare, auf alle Fälle sah er jetzt lebendiger aus als vorher.
„Das war fies.“ stellte er fest, als er wieder auf seinem Bett saß.
„Selbst schuld.“ grinste ich und sah mein Shirt an, mir scheint ich hab mehr von dem Wasser ab bekommen als er. Ich war vollkommen durchnässt und begann schon zu zittern.
„Hier“ Veli warf mir seine Fleece Jacke zu, die auf seinem Bett lag. Ich zog schnell das Shirt aus und die Jacke an. Wesentlich besser.
Vellu ließ sich nach hinten fallen und seufzte. Ratlos setzte ich mich neben ihn.
„Ich mag sie wirklich, nein, das ist zu wenig. Ich liebe sie.“ flüsterte er leise und strich sich über die Augen.
„Ich weiß. Und sie weiß das auch, da bin ich mir sicher.“
„Nein, ich glaube, sie weiß es nicht. Wir haben nie darüber gesprochen und irgendwie... naja... es weiß ja auch niemand außer dir und Daniel, dass wir zusammen sind.“ Ich versuchte seinen Gedanken zu folgen, was nicht gerade einfach war. Wieso hatten denn die anderen davon noch nichts mitbekommen? Und warum machen die beiden so ein Geheimnis daraus? „Was wenn ich für sie nur ein Zeitvertreib bin?“ Vellu sah mich eigenartig an, ihm scheint das wirklich ernst zu sein.
„Veli, das glaub ich nicht. Ihr kennt euch doch nun auch schon ne Weile.“
„Was macht sie dann bei diesem Sami?? Sie sollte hier sein, bei mir.“ Er stampfte einmal mit dem Fuß auf und betrachtete dann die Decke. So langsam wurde mir bewusst, wie verfahren die ganze Situation war. Vellu schien es ernst mit ihr zu meinen und wollte mit ihr zusammen sein, Lea hingegen ist momentan etwas, nun ja, freiheitsliebend. Da herrscht eindeutig ein Kommunikationsproblem. Ich ließ mich ebenfalls nach hinten fallen und starrte mit Vellu die Decke an. „Tut mir leid.“ flüsterte ich irgendwann und nahm seine Hand.
Er drückte sie kurz und wisperte ein kurzes „Danke.“ bevor er sich wieder aufsetzte. Ich tat es ihm gleich und sah ihm in die Augen. „Mach dir nicht so viele Sorgen, das wird schon.“
„Hoffentlich, ich will sie nicht verlieren.“
„Keine Sorge.“ Ich lächelte ihm aufmunternd zu und sah dann auf meine Uhr. Ich kann nur hoffen, dass Morten noch nicht wieder aufgewacht ist. „Es ist spät, ich geh schlafen.“ Vellu nickte mir zu und ließ sich wieder nach hinten fallen. Nachdenklich schlich ich zu meinem Zimmer und legte mich neben Morten ins Bett.

zurück
Gratis bloggen bei
myblog.de